Lampenfieber: Willkommen im Kopfkino

Lampenfieber. Sprechangst. Muffensausen.

Ist das warm hier drin? Puh, ich brauche frische Luft. Wieso halten meine Hände nicht still? Ich kann kaum atmen. Oh man, muss ich da wirklich hin? Mir wird schlecht. Gleich springt mir das Herz aus der Brust. Jetzt bekomme ich wieder rote Flecken auf meiner Haut. Alle werden sehen, wie aufgeregt ich bin. Warum hab ich mich nicht besser vorbereitet? Warum habe ich zugesagt, das zu machen? Ich schaffe das nicht. Ich muss hier weg!

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Lampenfieber: Willkommen im Kopfkino

Lampenfieber ist eine Form von Stress. Vor einer Situation, wie z.B. einem Auftritt oder einer Präsentation, steigern wir uns gern in diese Form der Aufregung hinein: Werde ich versagen? Werden sie mich mögen? Bekomme ich einen Blackout? Was ist, wenn die Technik versagt, wenn niemand erscheint, wenn mich niemand versteht? Was, wenn ich eine Frage nicht beantworten kann, wenn mir niemand zuhört, wenn mich alle anstarren?

Die Fantasie unseres Kopfkinos ist grenzenlos.

Unser Körper versucht uns mit der Reaktion auf eine stressige Situation vor Gefahren zu schützen. Unser Kopf sagt: Gefahr! Unser Körper versteht: Tiger?! Okay, dann hauen wir jetzt ab oder kämpfen!

Da Lampenfieber häufig in Situationen auftritt, in denen eine Flucht nicht ratsam ist, können wir diesen Zustand auch anders für uns nutzen. Denn wir mobilisieren unter Stress Kräfte, die unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern. Wir sind dann wach und bei der Sache.

Lampenfieber ist demnach nichts schlechtes, nichts, das vollkommen abtrainiert werden muss. Die Fähigkeit, sich in aufregenden Situiationen zu beruhigen und den Umgang mit Lampenfieber können wir lernen und üben. Doch auch wenn wir es oft als unangenehm empfinden, ist Lampenfieber ein Anzeichen dafür, dass uns eine Sache oder Situation wichtig ist.